Termine
02.-04.02.2024: Einführungswochenende Esalen®Massage im Parimal, Witzenhausen. 280,-,
Frühbucher bis 24.12.23: 250,-.
Anmeldung: Elke Bartsch, elke_bartsch@web.de, 0202 – 30 999 88.
 
13.-15.09.2024: Einführung 2 Esalen®Massage im Parimal, Witzenhausen. 280,-,
Frühbucher bis 26.07.2024: 250,-.
Anmeldung: Elke Bartsch, elke_bartsch@web.de, 0202 – 30 999 88.
 
07.-09.03.2025: Einführungswochenende Esalen®Massage im Parimal, Witzenhausen. 280,-,
Frühbucher bis 24.01.2025: 250,-.
Anmeldung: Elke Bartsch, elke_bartsch@web.de, 0202 – 30 999 88.
 
Bildungswochenende vom 17.-21.06.2024 ist in Arbeit.
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Mein Einführungswochenende in Esalen®Massage

Bericht vom Einführungswochenende in Esalen®-Massage
(Namen geändert, bis auf Elke und Susanne)

Hier ist er nun, mein Bericht vom vergangenen Einführungswochenende in Esalen ®Massage. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe mir eine Massageliege bestellt und Ihr könnt alle meine Opfer werden. Freut Euch also darauf, von meinen Händen massiert zu werden.
Wenn es Euch und mir weiterhin gefällt, dann werde ich mich in das Abenteuer der allumfassenden und teuren Gesamtausbildung zum Esalen-Practitioner stürzen. Nach jahrzehntelanger Kopfarbeit muss ich langsam damit anfangen, mein Geld mit meinen Händen zu verdienen und statt zu beraten und zu (be)lehren, werde ich also meine Hände demnächst sprechen lassen.

Den Entschluss dazu hatte ich während meines Urlaubes gefasst, nachdem ich mir als Geburtstagsgeschenk eine solche Massage gegönnt hatte. Nach einer kurzen Recherche im Internet meldete ich mich sogleich zu einem Einführungswochenende an, welches versprach, dass ich im Anschluss daran in der Lage sein würde, mittels basics einfache Ganzkörpermassagen durchzuführen. Als Ort der Veranstaltung wurde parimal genannt und auch danach musste ich erst einmal googlen. Könnt Ihr auch mal machen! Da bekam ich nämlich eine erste Krise. Ihr wisst, dass mir alles mystisch – esoterische höchst suspekt ist. Ich zweifelte stark daran, dass ich in einem Osho – Zentrum richtig sein würde. Andere Unterkünfte wurden aber ausdrücklich ausgeschlossen und ich hatte schon den nicht unerheblichen Teilnehmerbeitrag bezahlt. Also wappnete ich mich schon mal und packte meine Haremshose, Leguanoschuhe und Stricksocken ein, bin ja schließlich durch Waldorfs vorgebildet.

Trotz frühmorgendlicher Autopanne hatte ich dann doch dank Kristina eine entspannte Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und kam bei schönstem Wetter im parimal an. Ich kann es euch verraten, alle meine Erwartungen wurden erfüllt. Strickpullover, Haremshosen, Tücher und Kleider aller Muster und Farben belebten den wunderschönen Hof. Es handelt sich um einen ausgebauten Gutshof, der teilweise unter Denkmalschutz steht, ca. 60 Bewohner leben und arbeiten (?) ständig da. Das sind dann z.B. Mahuna, Ishu, Bhagat Dashi,….. Bürgerliche Namen kann ich mir besser merken. Allein durch das Hinweisschild konnte ich das Café, in welchem ich mich bis zum Einchecken aufhalten wollte, identifizieren. Es gab aber eine echte italienische Kaffeemaschine und das Wetter war so schön, dass ich mich an den kleinen Teich setzen und den Kröten beim Gruppensex zusehen konnte.
Mein bestellter Schwarztee war keiner, das fand die Fachkraft interessant und ich beschloss, doch lieber Kaffee zu trinken.

Im Office bekam ich vorzeitig meine Zimmerschlüssel und war positiv überrascht von meinem schönen Zimmer mit großem Bad und Blick ins Grüne. Super Matratze, vorhandene Heizung und wirklich heißes Duschwasser übertrafen meine Erwartungen. Die ganz Harten schlafen im Garten und hatten bereits ihr Zelt aufgestellt. Ich bin eher ein Weichei, was das betrifft. Osho schaute mir von der Zimmerwand und auch sonst von überall, wo man sich befand, entgegen. Ich beschloss, ihn weitgehend zu ignorieren, aber wenigstens in der Oshotimes zu lesen, um mich psychisch einzustimmen.

Um 19.00 Uhr sollte das Seminar mit dem gemeinsamen Abendessen beginnen. Dazu wurde mittels Glocke gerufen und schon saß ich mit den anderen TN am Abendbrottisch. Das Buffet war natürlich bio und vegan bis vegetarisch und einige Sachen kannte ich sogar. Elke stellte sich kurz als Seminarleiterin vor und verwies auf 20.00 Uhr, wo wir dann beginnen würden. Ich war ziemlich erleichtert, dass Elke eine Jeansjacke anhatte und auch sonst völlig normal wirkte. An den anderen Tischen saßen TN anderer Seminare. Alle waren ausgesprochen nett, aber für mich doch irgendwie anders. Ich bin auch nett und anders. Dann ging es los. Elke stellte sich kurz vor und bezeichnete sich als chaotisch unorganisiert. Wir könnten mitschreiben, müssten aber nicht und Skripte gäbe es auch nicht. Ne, nich? Das will ich einfach nicht! Waren meine ersten Gedanken. Der Seminarraum war so gut vorbereitet und im Nachhinein kann ich guten Gewissens sagen, dass Elke super strukturiert war, alle Zeiten konsequent eingehalten wurden und sie eine absolut gute Vermittlerin ist. Wir begannen mit einem warm up, der üblichen kreativen Vorstellungsrunde. Es war schnell klar, dass ich die einzig Richtige in dem Kurs war. Es hieß ganz deutlich: Einführungswochenende!!! Und was stellte sich heraus? Außer mir hatten alle anderen sieben TN reichlich Erfahrungen in verschiedenen Massagetechniken.
Bernd hatte seine gesamte Esalenausbildung direkt am Esaleninstitut in Kalifornien absolviert. Laura und Susanne sind Esalen ausgebildet, Lars bereitet sich gerade auf die Prüfung vor. Paula ist Masseurin für irgendwas. Verena macht Energiearbeit (was immer das auch ist, sie konnte es mir nicht schlüssig erklären) und Massage.
Thomas massiert sich und andere Suchende jede Woche nach anderen Methoden in einer Massagegruppe. Das erschien mir besonders suspekt. Susanne war als Elkes Assistentin dabei und diente uns als Anschauungsobjekt. An ihr zeigte uns Elke die ersten Griffe und Grundsätze in der Bauchlage. Zwar öffnete abends die Oshi-Bar zum Barfußtanz, aber ich ging schlafen.

Der nächste Morgen begann wieder mit Sonne und nun ging es auch gleich richtig los, nämlich mit Yoga zur mentalen Einstimmung und Erwärmung. Trotzdem war ich ziemlich angespannt, da ja nun der ganze Körper dran sein würde. Ob wir uns auch ganz nackig machen müssten, war meine Hauptfrage. Wenn nicht, hatte ich die besten schwarzen Unterhosen meines Besitzes an und war gut gerüstet. Brustfrei auf dem Bauch liegen würde ja noch gehen. Wenn doch ganz nackig? Dann musste ich da durch und würde mit Verena oder Susanne arbeiten. Mein Partner war Thomas. Er fand alles gut und schnurrte wie ein Kater. Fand ich eher merkwürdig. Dann lag ich auf der Liege und ja, es war angenehm und ich konnte sogar kurzzeitig vergessen, dass Thomas ein Mann war (bzw. ist). Für Euch zur Erklärung: man liegt niemals entblößt da, sondern ist immer im Genitalbereich bedeckt. Mein nächstes Übungsobjekt wurde Lars. Ich arbeitete mich über Totenköpfe, Drachen, Blumen und Mandalas bis hinunter zu mir unbekannten Zeichen auf seinen Zehen. Wenn ich meine Brille aufgehabt hätte, dann hätte ich auch noch viel lesen können. So blieb es bei den Bildern.

Am Sonntag ging es dann an die Vorderseite, oha. Es ist wirklich gut, wenn man 5-Rhythmen-Erfahrungen hat. Dadurch konnte auch ich zur Einstimmung meine Knöchel mit dem Händen umfassen und fauchend durch den Raum springen. Glaubt es mir! Danach hat Mensch keine Hemmungen mehr. Mein schickes Unterhöschen fiel von mir und Thomas war wieder mein Partner. Nebenbei erzählte er mir, dass sie in seiner Hamburger Massagegruppe körperlich sehr viel freizügiger miteinander umgingen. Auch hier kann ich Euch versichern, dass Elke immer wieder ganz klar darauf hinweist, dass Esalen rein gar nichts Anzügliches oder Zweideutiges beinhaltet. Darauf musste sich Thomas erst noch einmal mental einstimmen und ich fand mich heldinnenhaft, dass ich mich ihm weiter auslieferte. Ach ja, auf der Packliste stand, dass wir ein kleines Handtuch mitbringen sollten. Mit Verdrehungen wurde daraus eine Brustabdeckung in Bikinioptik. Ich hatte ein kleines Gästehandtuch mit. Zum Abschluss des Seminars demonstrierte Elke eine vollwertige Esalenmassage an Susanne und ich bin sicher, Ihr wäret gern an Susannes Stelle gewesen.
Beseelt und auch etwas wehmütig verabschiedeten wir uns am Sonntagnachmittag voneinander und für 2,50€ fuhr mich der Dashi mit einem Auto! zum Bahnhof. Alle Anschlüsse klappten und Ines holte mich 23:23 Uhr in Rostock vom Bahnhof ab.
Massagen möchte ich auf jeden Fall geben. Ob es allerdings dazu reicht, eine Professionelle (EsalenpractitionerIn) zu werden, weiß ich noch nicht. Mit Spannung erwarte ich Eure Körper und Meinungen.

Dorit Johanna Jackszis
Ich möchte noch hinzufügen, dass das Seminarhaus Gut Hübenthal, auch Parimal genannt, mein Lieblings-Seminarhaus ist. Es ist wunderschön, inmitten der Natur, geführt von zauberhaften Menschen, die so vieles möglich machen. Man kann sich dort einfach nur wohlfühlen.

Link zur Anmeldung auf der esalen-massage.de – Seite: https://esalen-massage.de/

Fotografie: Monika Asmus

Gestaltung der Webseite: Heide Marzi, marzi-design.de

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